Kapitel 16: Epilog

„Man kann sagen was man will, die Erde ist schon doch ein schöner Planet, wenn sich nicht zu viele Leute auf den Füßen herumtrampeln“, Stefan unser Grillmeister bestreicht gerade das Spanferkel, welches sich schon ein Weilchen munter um die eigene Achse dreht mit frischem dunklen Bier, damit allein die Kruste zu einem wirklichen Gaumenschmaus wird. Mein Haus wurde wie alle Häuser, in denen wir jetzt wohnen gewaltig auf Vordermann gebracht. Die Vierglashalter haben uns wirklich nicht zuviel versprochen. Allein das Personalhaus hat schon an die 10000 qm und damit wirklich alle Roboter, allein für dieses Anwesen, wirklich Platz haben wurde zusätzlich noch ein Depot für die gerade nicht benötigten Maschinen 20 Stockwerke nach unten in die Erde gebuttelt. Zur Zeit haben Sophie und ich Anwesen in Südspanien, auf den Bahamas, in den Hochregionen der französischen Alpen, in der Nähe von Sydney und natürlich hier zuhause. Jedes dieser Häuser ist in eine kleine Stadt integriert, in welcher von Ärzten, über Getränkeläden, Reparaturwerkstätten und Boutiquen wirklich alles zu finden ist. Selbstverständlich steht auch immer ein Taxi zur Verfügung damit wir Freunde überall auf dem Globus möglichst schnell erreichen, denn einige Bewohner von irgendwo außerhalb haben sich auch schon hier auf der Erde niedergelassen. Wenn wir mal den Wunsch verspüren, dass es doch was Feines wäre an einem weiteren Ort ein kleines Domizil zu haben, zischt sofort ein Bautrupp los, damit wir spätestens zwei Tage später dort einziehen können. Der zentrale Weltraumbahnhof befindet sich inmitten der ehemaligen Sahara, die inzwischen das Anbaugebiet für allerlei Rohstoffe darstellt. Übers Wochenende hat sich ein allerlei Besuch angekündigt. Trinkernase, Dumpfhirn, Schluckadia, Namensschilder werden nicht mehr benötigt, und fast alle Einwohner von Vierglashalter sind da, etliche Jungs und Mädels vom Griesgramglobus und eine paar mittlerweile sehr gut befreundete Familien vom ehemaligen Arbeiterplaneten. Dazu kommen noch etliche Spanferkelfans  von Planeten, deren Namen ich mir bis heute nicht merken konnte. Letzte Woche waren wir wieder mal auf Besuch auf dem Grasplaneten, wie ihn Beat nennt und wo er mit Heidi seiner Lieblingsbeschäftigung, dem züchten von neuen Pflanzen in seinem Kräutergarten nachgeht. Nächste Woche geht es dann nach „Aspen II, waren wir zwar noch nie, doch  Rotweinia, die letzte Woche dort war, meinte es sei ein überragendes Skigebiet und übernächste Woche ist Vierglashalter wieder mal dran. Heute sind auch mal wieder Jan, David und Ernst mit Francesca, Ileana und Patrizia anwesend, die sich normalerweise dem Herstellen von Feta auf den griechischen Inseln widmen. Stefan und Karin wohnen gleich um die Ecke, da Karin und Sophie so was wie Busenfreundinnen sind und Stefan in der nicht weit entfernten Brauerei immer noch die Kessel auf der Suche nach dem perfekten Weizen anheizt. Vera und Mike sind meist irgendwo im All auf Kulturtrip und an jedem Wochenende berichten sie uns, wo es noch interessant wäre hinzureisen. Jessie die gerade zum zweiten Mal hochschwanger ist, muss leider bis zur Geburt auf Alkohol verzichten. Wie sie sagte wäre es wahnsinnig unfair, dass man nie weiß nach wem das Kind wohl mehr kommen wird, denn Suffkopf ihr Sohn, kam sehr nach dem Vater und trinkt mit ihm gerade im Sandkasten ein kleines Bier.  Ich stoße mit Karin an. Wir beobachten wie Sophie, die mir gerade einen Kussmund zuwirft, mit Felix, dem Sohn von Stefan und Karin und Desiree, meinem kleinen Engel, der Tochter von Sophie und mir, die Schaukelanlage unsicher macht. Christian und Giovanna, die Vierte aus der Quadriga der italienischen Schönheiten, die gerade am anderen Grill Fisch zubereiten, halten sich die meiste Zeit in Mittelamerika auf. Ich blinzle in die Nachmittagssonne, es wird ein weiterer guter Abend für das Universum werden und ob Christian noch ab und zu einen heimlichen Abstecher auf den Arbeiterplaneten unternimmt, entzieht sich leider meiner Kenntnis.