Wir fahren Richtung Bodensee. Die Sprechfunkgeräte sind noch besser als die eingeschalteten Handys. Keine Verzögerungen. Jeder weiß genau, was in den anderen Fahrzeugen gesprochen oder laut gedacht wird. Es ist so als ob wir alle zusammen in einem Fahrzeug unterwegs wären.
Wir sind ungefähr zwei Stunden unterwegs, als Mike, der unseren Komödiantenzug anführt, in der Höhe von Lindau bemerkt, dass es schon gleich dunkel wird und wir Rast machen sollten.
„Aber zuerst über die Grenze.“, meint Vera.
„Da hast Du recht.“, Christian stinkt es inzwischen auch ziemlich hier.
„Abfahrt Dornbirn“, kommt glaube ich von Sophie.
Mike, der uns allen vorausfährt, nimmt die Ausfahrt, wir steuern in die Ortsmitte. Der Mensch hat sich selber überflüssig gemacht, alle Straßenlaternen sind mit Sensoren ausgestattet. Die Leuchtreklamen hell erleuchtet, sogar das Hinweisschild auf irgendein Ortsfest strahlt uns in einem furchtbaren Neongrün entgegen.
Wir halten an.
„Österreich gehört zu EU, vielleicht haben uns die Araber oder die Israelis einen Streich gespielt. Die konnten uns noch nie leiden, weder die einen noch die anderen, vielleicht haben sie unsere Lebensmittel mit Drogen durchsetzt, uns mit falschen, besser gesagt keinen Nachrichten ausgetrickst, lachen sich gerade ins Fäustchen und warten darauf bis wir wahnsinnig werden und uns erschießen. Lass uns noch die paar Kilometer bis zu Schweizer Grenze fahren, um zu wissen, ob es ein Politikum ist.“, Stefan hat recht.
Wir fahren noch die paar Kilometer bis zur Grenze. Das Erscheinungsbild ist wie überall, wo wir schon gewesen sind. Zürich. Da müssen wir hin. Die Seele der Schweiz. Der neutralste Punkt auf dem Globus.
Wir sind irgendwo in der Stadtmitte. Eine leere Tankstelle, hell erleuchtet. Wir füllen unsere Tanks, stocken unsere Vorräte auf und sind der Ansicht, dass wir einen kleinen „Stoßtrupp“ bilden sollten, der die Fußgängerzone durchkämmt. Wenn unsere Uhren stimmen, müsste es ungefähr kurz vor Mitternacht sein. Den Tag wissen wir sowieso nicht mehr. Ein gemischtes Doppel, bestehend aus Christian und Jessie, Mike und Vera macht sich mit einem Mercedes, der anscheinend gerade repariert wurde und dessen Schlüssel noch im Schloss steckt auf den Weg.
„Nichts!“, erzählt uns Mike bei ihrer Rückkehr.
„Scheiße“, kommentiert Sophie.
„Gib mir ein Weizen.“, meint Stefan.
„Gib mir auch ein Weizen.“ kommt überraschenderweise auch von Vera, sie scheint deprimiert. Sie ist es. Wir begeben uns an den Vorrat.
„Macht mir bloß keine Sauerei.“, wettert Karin, in deren Wohnmobil wir uns befinden. Mutter Beimer in der Endzeit. Ich bin ihr nicht böse. Niemand ist böse, wir wollen nur schlafen. Schlafen, ein Gedanke, ein Wunsch. Ist der Körper hinüber? Der Kopf arbeitet immer. Auch nach 48 Stunden ohne Schlaf arbeitet das Hirn, es lässt dich nicht zur Ruhe kommen. Es gibt nur eine Art das Hirn auszutricksen. Entweder Glück oder Alkohol. Wir sind glücklich, dass wir leben. Die eine Art von Glück. Doch zum Kompletten fehlt die Gewissheit über die Umstände unseres Lebens. Also Alkohol. Wir konsumieren den Alkohol, wir dezimieren unser Hirn, wir schlafen.
Ein Trommelwirbel ertönt über der Tankstelle. Na klar Mike. Er hat eine leere Öltonne ausgemacht, sich einen Schraubenschlüssel geschnappt, ein anderes Fass über den Hof gestoßen und schließlich noch die Stereoanlage auf dem Weizentransport auf Vollgas geschaltet.
„Ich hab was gefunden, ihr Tränen.“
Jeder schnappt sich sein Kissen und dreht sich um
„Ehrlich, wer es entdeckt kriegt von mir ein Weizen.“, setzt er nach.
Ich muß würgen. Sophie, die noch vor wenigen Sekunden neben mir gelegen hat, kotzt gerade aus der Eingangstür. Christian und Jessie schlafen noch oder täuschen es vor. Stefan und Karin liegen engumschlungen in friedlicher Zweisamkeit. Vera steht neben Mike. Ihr Blick geht nicht geradeaus. Sie ist einfach nur fertig. Nur Mike strahlt:
„Schaut mal, zwei Schweizer Käseköpfe.“
Es dauert keine 30 Sekunden, ein jeder von uns steht auf dem Rastplatz. Nüchtern von zehn auf Null. Der Wahnsinn. Tatsächlich, vor uns, auf einem Grünstreifen liegt ein Pärchen, beide ungefähr Ende zwanzig. Man muss kein Prophet sein, um zu sehen, dass beide sich ihrem hart erarbeitetem Delirium hingebeben. Ihre Hosen hängen auf Kniehöhe. Sie sind total voll. Wir schleppen sie in ein Wohnmobil, waschen sie grob, trocknen sie ab und legen sie in eines unserer frischbezogenen Betten. Bis zu diesem Zeitpunkt wissen wir nicht wie sie heißen, wer sie sind, geschweige denn, was sie eigentlich hier machen. Wir haben vielleicht eine Vorstellung davon was sie gemacht haben, bzw. von dem was sie vorgehabt haben zu machen wollen.
„Beat“, ist seine Antwort als ich ihn nach seinem Namen frage
„Und sie?“
„Heidi“, ich schaue ihn fragend an, „sie heißt wirklich so“, schießt er wie aus der Pistole nach.
„Immer noch mausetot?“
„Nur ein wenig besoffen.“
„Wie lange seid ihr denn schon unterwegs?“
„Ehrlich, ich weiß es nicht.“
„Habt ihr Nebel gesehen?“
„Wieso?“
„Sei mir nicht böse, habt ihr?“
„Ja, ungefähr vor ein paar Tagen.“
„Sogar in der Schweiz.“ murmle ich vor mich hin.
„Wo sind euere Freunde, Verwandte, Bekannten?“, hake ich weiter nach.
Er schläft wieder. Ich mag ihn. Total voll, aber er hat gute Augen.
Nachdem Christian Mike von der schönen, unbekannten Schweizerin verdrängt hat, erfährt er nachdem sie doch erwacht ist, ungefähr das gleiche wie ich. Nebel, saufen, vielleicht Sex.
Heidi und Beat machen sich auf den Weg in das neben der Tankstelle liegende Hotel, um dort erst mal mit einer Dusche einen klaren Kopf zu bekommen und um sich zu kultivieren.
„Verdammt, ich hätte nicht gedacht, dass ein, zwei Tüten so eine Wirkung haben können.“, versucht Heidi ihren Zustand zu erklären. Wie sich herausstellt sind Beat und Heidi einem, manchmal auf der Flucht vor sich selbst unterstützendem, Durchzug der Lungenflügel nicht abgeneigt.
Heidi und Beat:
Die beiden kennen sich erst seit ein paar Tagen. Wenn wir ungefähr unserem Gefühl für Zeit noch trauen können, müsste es der gleiche Zeitpunkt sein, an welchem wir unsere Odyssee begonnen haben. Sie haben sich, nachdem jeder schon mit seinen Freunden durch die Clubs von Zürich gezogen ist, irgendwann zu vorgerückter Stunde in einer Bar kennengelernt. Nachdem die Formalitäten, wie, wo kommst du her?, was machst du?, wie alt bist du?, was hast Du vorher gemacht?, was hast du noch vor zu machen?, bla bla bla, abgeklärt waren, tranken sie noch ein Gläschen zusammen und machten sich auf den Weg um noch eine andere Kneipe anzulaufen, die 24 Stunden rund um die Uhr geöffnet hat. Später sagte mir Heidi, dass sie am liebsten mit ihm sofort ins Bett gestiegen wäre, doch sie wollte ihn noch ein bisschen zappeln lassen, von wegen anständigem Mädchen und so.
Nachdem sie in der Bar noch ein fröhliches Zigarettchen geraucht hatten, machten sie sich mit dem Taxi auf den
Weg zu Beat. Sie kamen sich dann noch sehr nahe und schliefen ein.
Aufgewacht sind beide mit einem sackschweren Kopf. Er hat ungefähr ausgesehen wie ich. Überhaupt, die Situation muss ähnlich gewesen sein. Nur hatte Beat den Schrumpfmann nachhause geschickt, damit Heidi keinen Grund zur Klage hat.
Auch sie waren anfangs ziemlich verdutzt keinen mehr anzutreffen, schoben das ganze aber zuerst auf das Gras, von dessen „klärender“ Wirkung sie zuerst angetan waren, kamen aber dann doch auf den Trichter, dass irgendwie der Wurm drin ist.
Als ihnen nichts mehr einfiel, wen sie denn noch versuchen könnten zu erreichen, beschlossen sie noch ein Wenig zur Inhalation zu besorgen. Das ging auch für kurze Zeit sehr gut an. Sie trödelten mit Rauchwolken blasen und Sekt trinken durch den Tag. Ein kleines Küsschen hier, ein kleines Bettlakenzerknüllen dort, ein wenig sinnieren danach. Ein schöne Zeit, wie sie meinten.
„Es kamen Hände aus der Wand. Sie griffen nach mir. An der Decke klebte Heidi. Auch aus ihren Körperöffnungen kamen Hände. Ich lag auf dem Bett und starrte zur Decke. Meine Augenlider waren durchsichtig. Ich wollte nichts von alledem sehen. Ich zog die Decke über mein Gesicht. Das Bettzeug war durchsichtig. Statt Gänsedaunen war es mit kleinen Teufeln gefüllt, die mir alle ihre Hände entgegenstreckten. Ich musste aufs Klo, meine Blase war zum bersten gefüllt. Ich wollte aufstehen. Eine kleine Teufelshand hielt meine Genitalien. Ich wurde wach und stand auf. Mein erster Tritt ging ins Leere. Ich klammerte mich an den Rand des Bettes, von unten kamen Klauen, ein Apfel pisste mir von der Bettkante ins Gesicht, ein Birne entleerte ihren Enddarm. Ein Schwein fuhr auf einem Motorrad an mir vorbei, furzte und fiel in das Nichts. Eine grüner Aal glitt in meinen Mund. Ich würgte, bekam keine Luft mehr. Vorbei....“
Beat war noch nicht ganz fertig mit seinen Ausführungen, da prustete Heidi schon los. Sie kugelte beinahe vor lachen.
„Ich war ja zu dem Zeitpunkt als ihr uns gefunden habt auch ziemlich Banane, und Dir..,“ sie wandte sich an Beat, „.. hab ich noch gesagt, dass Du bei den Kräutern bleiben sollst. Doch Du musstest ja noch ein paar Zutaten beimischen, oder habt ihr schon mal versucht, getrocknete Schuhcreme, Aspirin und Klebstoff zu rauchen?“
Auch Beat muss lachen:
„Nur noch Kräuter, ich schwör es, vielleicht ein geistiges Getränk dazu, aber sonst ist Äpfel.“
Die Dämmerung zieht auf. Wir haben am Zürichsee unser Lager aufgeschlagen. Beat und Heidi sind gerade dabei Besorgungen zu machen. Kräuter. Das Wohnmobil, welches sich die beiden besorgt haben steht mit unseren in Reih und Glied. Die zusätzlichen Verpflegungsrationen sind auf alle Fahrzeuge aufgeteilt. Stefan der Feuermeister bereitet gerade ein Grillfeuer. Aus der Anlage strömt leise Musik. Ein wunderschöner Abend.
Beat meinte, wenn er schon als Kräuterbote unterwegs sei, müsse Dies schon Klischeehaft erfolgen und ist mit Heidi kurzerhand mit einem Ferrari, der so vor einer Bank rumstand davongeschossen. Das Wohnmobil haben wir mit an den See genommen. Mit dem was die beiden von ihrer Exkursion mitbringen, könnte man den ganzen Vatikanstaat zu ausschweifenden Orgien bewegen.
„Sicher ist sicher.“, Beat krümelt gerade so vor sich hin.
„Amateur“, grinst Christian, verschwindet hinten im Wohnmobil und kommt mit ein paar nicht gerade schönen, aber durchaus tauglichen Wasserpfeifen zurück.
„Woher?“ ,Jessie meint, dass Christian doch die ganze Zeit in Ihrer Nähe gewesen sei.
„Hab ich schon in München besorgt, wie Beat schon sagte – sicher ist sicher – und nachdem wir sowieso auf dem Weg nach Zürich waren und ich schon demöfteren auf der Streetparade, dachte ich mir vielleicht treffen wir dort noch auf ein oder zwei Kollegen, die ich schon öfters besucht habe. Doch damit war es ja wohl nichts.
Wie sagt man doch: Der König ist tot, es lebe der König“, mit blubbern zieht er an der Pfeife und prostet Beat zu.
„Wer sagt, dass alle tot sind?“ Sophie meldet sich nach langem wieder zu Wort.
„Aber wo sind sie hin?“, erst nachdem Heidi und Beat aus ihrem mehrtägigen, seligen Dämmerzustand erwacht sind, stellt sich ihnen diese Frage.
Wir versuchen einen Zusammenhang zu rekonstruieren. Warum die beiden, warum wir, warum keine anderen, warum sind wir zehn die Einzigen, die weit und breit die Einzigen Menschen zu sein scheinen?
Szenario 1:
Nachdem ein böser Bube die Weltherrschaft erringen wollte und James Bond gerade keine Zeit zur Rettung der Erde hatte, beschloss dieser, von seinem Stützpunkt irgendwo auf den südlichen Antillen, die Muskeln seines Atomprogramms spielen zu lassen. Doch wie sich herausstellte, waren seine Techniker, die er teuer überall anheuerte doch nicht so ausgeschlafen wie er dachte. Die Zutaten zum Nuklearmix wurden vertauscht, falsche Chemikalien dazugegeben, andere vergessen und Puff... unter Nebel verschwand die Menschheit von der Eroberfläche.
Szenario 2:
Es gab einen neuen Chemieriesen, einen Gigakonzern. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte er es geschafft die großen Unternehmen der Welt auf seine Seite zu ziehen. Die Konzerne witterten das große Geld.
Es wurde ein riesiges multinationales Forschungslabor geschaffen. Standort irgendwo, wo es keinen interessiert. Die Koryphäen der Wissenschaft und vor allem die Macht- und Geldgeilsten hatten ihr El Dorado gefunden. Sie zerlegten die das Erbgut, sie schufen neue, tödliche Viren für die Militärs dieser Welt. Sogar aus dem NASA-Archiv wurden einige Meteoritenstaubkörner zur Schaffung von neuartigen Kolibakterien gemopst. Einige hatten bei einer kleinen Forscherei nach dem Frühstück herausgefunden wie man AIDS und Krebs bekämpfen kann und schlugen vor dies zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Sie verschwanden. Einige ihrer Vorgesetzten vertraten eher den Standpunkt, dass sie vom Weg abgewichen waren und somit den Versuchslabors zur Verfügung stehen sollten.
Nach einiger Zeit der wissenschaftlichen „Alles ist Machbar“ Erkundigungen, hat Prof. Dr. Dr. Wasweißich beim Füttern seiner Liebschlange versehentlich das Reagenzglas umgestoßen. Ein Nebel.. die Menschheit verschwand vom Globus.
Szenario 3:
Jehovas Zeugen hatten recht.
Szenario 4:
Die Strategie der Aliens: Schöner Planet. Schöne Aussicht auf die Milchstraße. Die Menschen sind nur irgendwie hinderlich. Also, weg damit. Nebel.. und Zisch.
Szenario 5:
Die Anzeichen waren da. Krieg, Umweltzerstörung, Hass. Wahrscheinlich nicht ganz genau die Vorboten der Apokalypse. Doch irgendwie ähnlich. Gott saß also so auf seinem Stuhl und hat uns eine Weile beobachtet.
Er sprach noch zu Petrus und Jesus: „Die da unten gehen mir schön langsam ganz gewaltig auf den Sack.“
„Sind doch auch nur Menschen.“, meinte Jesus.
„Ja, nimm sie nur in Schutz, warst ja selber mal einer.“, Gott ließ abwertend seine Nasenflügel beben.
„Du wolltest es doch so.“, erwiderte Jesus
„Ja damals.“
„Wie damals?“
„Ist doch logisch, damals gab es ungefähr 50 Millionen von denen und ich dachte, denen werden wir schon zeigen wo der Most gemacht wird. Schau einer wie du hat doch so eine geringe Zahl dieser Wesen im Griff. Ein Gerücht hier, ein kleines Wunder da, eine Auferstehung dort.. und nicht vergessen.. Himmelfahrt da standen sie früher drauf.“
„Ja, und?“
„Ja und heute wollen sie selber zum Himmel fahren, wollen nach den Sternen greifen, wollen ein Leben vor dem Tod, wollen Glück, Reichtum und das alles bevor sie gestorben sind.“
„Chef?“, Petrus meldete sich ziemlich kleinlaut hinter einer Wolke. „Lass sie doch einfach.“
Gott nahm einen weiteren Becher ewigen Lebens zu sich, schleuderte einen kleine Blitz gen Petrus, ließ sich in seinen Sessel fallen und atmete tief durch.
„Tut mir leid, wollte Dich nicht verletzten.“ Entschuldigte er sich.
„Hast eh verfehlt Chef“
„Aber im Ernst, irgendwie muss ich doch zeigen wer der Herr im Haus ist, die lachen mich ja mit der Zeit aus.“
„Chef, hast schon mal darüber nachgedacht, dass, wenn Du sie vernichtest keiner mehr da sein wird, dem Du den Chef machen kannst?“, gibt Petrus zu bedenken.
„Und ich häng wieder zwischendrin.“, Jesus ist sich seiner Zwischenposition bewusst.
„Moment mal Jungs, also ich bin Gott, ich kann sie ja mal eine Zeit verschwinden lassen und wenn mir fad wird schaffe ich sie einfach neu.“
Der Vorschlag Gottes wurde einstimmig angenommen. Zwar hatte der heilige Geist noch so seine Zweifel, doch nachdem er nur ein Geist war, wurde wie es meist so abläuft, er einfach ignoriert.
„Wo keine Menschen, braucht es auch keine Geister.“, meinte Gott. Dies sah auch der heilige Geist ein und freute sich schon auf ein ausgedehntes Nickerchen.
„Also gut“, meint Karin. „Wir haben jetzt alle möglich Szenarien durchgesprochen. Doch ist Euch schon aufgefallen, dass, auch wenn eines davon zutreffend wäre, es immer noch nicht erklärt, warum gerade wir noch auf dem Planeten sind?“
„Nööhhh.“
„Wer ewig trinkt, der ewig währt.“ Stefan hat manchmal richtig lyrische Momente.
„Auch wer raucht, ist nicht verkehrt.“ auch Heidi hat Lyrik.
„Und wer nichts wird, wird Wirt.“,alle schauen Christian verständnislos an.
„Wollte ja nur Michael zuvorkommen“, kommt es kleinlaut von ihm zurück.
„Ich bin ehemalige Klosterschülerin.“ hab ich von Sophie auch noch nicht gewusst. Jessie nickt beiläufig.
„Also was ist wahrscheinlich, Atombombe? So blöd sind nicht die größten Schurken. Gigakonzern? hätte man bemerkt. Jehovas? Bis auf das klingeln Sonntags um halb sieben? Harmlos. Aliens, na ja. Wir machen ein kleines Brainstorming. Wir nehmen an, Gott hat über uns geurteilt. Wir verteilen Rollen.“
Mike = Gott
Vera = Maria
Stefan = Petrus
Karin = Maria Magdalena
Beat = Jesus
Heidi = bleibt Heidi
Jessie = Mutter Theresa
Christian = Der ungläubige Thomas
Sophie = mein Engel
Gott: „ Vernichtung über die Menschheit.“
Petrus: „Über mich auch?“
Jesus:“ Meine Mutter ist auch ein Mensch.“
Mutter Theresa: „Auch Hindus sind Menschen.“
Mein Engel: „Ja, ja Klugmensch.“
Maria Magdalena: „Wer zahlt schafft an.“
Maria: „Friede sei mit euch.“
Heidi: „Leckt mich.“
Der ungläubige Thomas: „ Der Scheiß ist nicht zu glauben.“